| Kann es nach Martinus Homosexualität bei Tieren geben? |
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ein Artikel von Uwe Todt Der untenstehende Artikel wurde in der dänischen Zeitschrift der Geisteswissenschaft von Martinus Den ny verdensimpuls (Der neue Weltimpuls), Ausgabe 4/2009 in dänischer Übersetzung veröffentlicht.In Den ny verdensimpuls Nr. 2/2009 lesen wir über Homosexualität bei Tieren: Weil dieses Thema so stark tabuisiert war, war es schwierig, finanzielle Mittel zur Erforschung des homosexuellen Verhaltens von Tieren zu erhalten. Jetzt haben aber einige Forscher seriöses Material vorgelegt, das zeigt, das Sex mit Partnern des gleichen Geschlechts ein verbreitetes Phänomen in der Tierwelt ist. Der Artikel schließt mit folgenden Worten: Die verbreitete Homosexualität bei Tieren scheint nicht besonders gut mit dem übereinzustimmen, was Martinus über das einpolige Tierreich sagt. Widerspricht die Homosexualität bei Tieren der Martinuskosmologie, oder müssen wir unsere Vorstellungen von der Martinuskosmologie erweitern? ![]() Es gibt ein anderes Gebiet, auf dem wir auf einen ähnlichen scheinbaren Widerspruch treffen. Auf dem Symbol Nr. 14 Der kosmische Spiralkreislauf I sehen wir sieben Spiralen, die mit dem Buchstaben A, B, C, D, E, F, G bezeichnet sind. Es sind die Stoffspirale (A), die Zellspirale (B), die Organspirale (C), die zwischenkosmische Spirale (D), die Himmelskörperspirale (E), die Sonnensystemspirale (F) und die Milchstraßenspirale (G). Wir Menschen gehören zur vierten Spirale mit dem Buchstaben. Die Spiralen A bis C bilden den Mikrokosmos der Spirale D. Sie enthalten also auch den zu uns gehörenden Mikrokosmos, das heißt die Moleküle (A), die Zellen (B) und die Organe (C) unseres Körpers. So wie die Organspirale (C) zum Mikrokosmos unserer zwischenkosmischen Spirale (D) gehört, gehört die zwischenkosmische Spirale (D) zum Mikrokosmos der Himmelskörperspirale (E). Unsere Spirale D besteht aus den Grundenergie-Reichen oder Daseinsebenen des Pflanzenreichs (rot), Tierreichs (orange), wahren Menschenreichs (gelb), Weisheitsreichs (grün), der göttlichen Welt (blau) und des Gedächtnis- oder Seligkeitsreich (indigo), wozu auch das Mineralreich gehört. Diese mit je einer Farbe markierten Grundenergie-Reiche sind ausgedehnte Gebiete, in denen die entsprechenden Wesen, also z. B. die Pflanzen oder die Tiere, eine Entwicklung von einfachen zu immer vollkommeneren Formen durchlaufen. Die gleichen Farben findet man auch auf den mikrokosmischen (A bis C) und den makrokosmischen Spiralen (E bis G), was bedeutet, dass es die entsprechenden Grundenergie-Reiche auch in diesen Spiralen gibt, wenn auch selbstverständlich in anderen Formen. Weil die Spirale D zum Mikrokosmos der Erde (Spirale E) gehört, gehören ihre sechs Grundenergie-Reiche auch zum physischen und geistigen Organismus der Erde. Jedes Lebewesen befindet sich jetzt an einem bestimmten Punkt dieser Spiralen. Man sieht auf dem Symbol, das die Farben aller Spiralen gleich angeordnet sind, so dass jedes Lebewesen mit dem Makroleben und dem Mikroleben seines Grundenergie-Reiches und seiner Entwicklungsstufe innerhalb dieses Grundenergie-Reichs verbunden ist, weil es nur so möglich ist, dass ein Lebewesen den zu seinem Grundenergie-Reich gehörenden Körper manifestieren kann. Dazu sagt Martinus: Wäre die Ordnung und Reihenfolge der verschiedenen Grundenergie-Reiche nicht in allen Spiralen gleich, müsste jegliches Erleben total unmöglich sein. Da das Mikroleben gleichzeitig als Materie und Material dem Aufbau der Körper oder Organismen seiner Makrowesen dient und also deren Existenz mitbegründet, ist es nicht einerlei, welches Mikroleben das Makrowesen als Material oder Materie für seinen Aufbau und seine Existenz bekommt. Wie z. B. sollten die Lebewesen desjenigen Kosmos, zu dem wir selbst gehören und der unser Zwischenkosmos ist, sich durch einen animalischen Organismus manifestieren und somit als Tier oder unfertiger Mensch hervortreten können, wenn dieser Organismus nicht aus dem Mikroleben der Tierreiches unterer Spiralen aufgebaut wäre? (Das ewige Weltbild, Band 1, Symbol 14, Ziffer 21) Die Spirale D ist das Mikroleben der Spirale E. Die Erde befindet sich nach Martinus auf der Spirale E am selben Punkt, an dem sich auch der gegenwärtige Mensch befindet: am Übergang vom Tier zum wahren Menschen. An diesem Entwicklungspunkt der Spirale befinden sich die Pflanzen, Tiere und die Wesen des Weisheitsreiches, der göttlichen Welt und des Gedächtnisreiches aber nicht. Gehören dann nur die Menschen, die sich ebenfalls auf dem Übergangspunkt vom Tier zum wahren Menschen befinden, zum Mikroleben der Erde, denn Martinus hat doch gesagt, dass jegliches Erleben total unmöglich ist, wenn das Mikroleben und das Makroleben sich nicht in dem gleichen Grundenergiereich befinden? Kreisläufe innerhalb der Daseinsebenen Wir wissen aber von Martinus, dass auch die uns umgebenden Naturreiche zum Mikroleben der Erde gehören, also die Mineralien, Pflanzen und Tiere. Wenn die Mineralien, Pflanzen und Tiere aber auch zum Mikroleben der Erde gehören, dann müssen sie sich aber an dem gleichen Entwicklungspunkt wie die Erde befinden, also an dem Übergang vom Tier zum wahren Menschen, weil Martinus doch gesagt hat, dass sonst “jegliches Erleben total unmöglich sein“ müsste. Dort befinden sie sich aber nicht, und es scheint, als ob die Mineralien, Pflanzen und primitiven Tiere nicht zum Mikroleben der Erde gehören können. Hier liegt ein ähnlicher scheinbare Widerspruch vor wie bei dem Auftreten von Homosexualität bei Tieren. Dieser Widerspruch löst sich auf, wenn man annimmt, dass die Wesen der sechs Daseinsebenen, also die Pflanzen, Tiere, Menschen und die Wesen der drei unsichtbaren Reiche, innerhalb ihrer Daseinsebene ebenfalls einen Spiralkreislauf durchlaufen, der vom Pflanzenreich bis zum Gedächtnis- oder Seligkeitsreich führt, damit sie sich ebenfalls an dem Punkt des Übergangs vom Tier zum wahren Menschen befinden können, sonst wäre die von Martinus genannte Bedingung nicht erfüllt, dass sich Makrowesen und Mikrowesen immer am gleichen Entwicklungspunkt befinden müssen. Das führt zu der Vorstellung, dass die Lebewesen der sechs Daseinsebenen auch innerhalb ihrer Daseinsebene nochmals einen Kreislauf durchlaufen, der einmal in der Finsternis und einmal im Licht kulminiert. Diesen Kreislauf innerhalb der Daseinsebenen möchte ich an zwei Vergleichen erläutern: Innerhalb des Jahreskreislaufs entspricht der Sommer der göttlichen Welt. Wenn wir jetzt einen Sommertag herausnehmen, dann hat dieser Sommertag, obwohl er im Jahreskreislauf der göttlichen Welt entspricht, doch auch wieder eine Kulmination in der Finsternis, nämlich um Mitternacht und eine Kulmination im Licht und zwar zur Mittagszeit. Obwohl es den ganzen Tag hindurch Sommer bleibt, geht der Tag durch die Finsternis der Nacht, die dem Winter entspricht, und durch das Licht, das dem Sommer entspricht. Oder wenn wir den Wiederverkörperungskreislauf des Menschen nehmen, dann hat dieser Wiederverkörperungskreislauf eine Kulmination in der Finsternis, das ist in der Mitte des Erdenlebens, und eine Kulmination im Licht – nach dem Tode –, obwohl das Ganze ein Wiederverkörperungskreislauf ist, der sich auf einem noch fast ganz tierischen oder einem schon fast wahrhaft menschlichem Niveau vollziehen kann. In dieser Weise gehen auch wir, während wir auf der Daseinsebene des Menschen leben, durch die Finsternis des Menschen im Tierreich, und wir gehen später durch das Licht, das in der göttlichen Welt kulminiert Der Kreislauf der Pflanzen und Tiere innerhalb ihrer Daseinsebene Wir können das, was ich meine, mit Buchstaben und mit Ziffern ausdrücken: Der Buchstabe D steht für unsere zwischenkosmische Spirale, der Buchstabe E steht für die Himmelskörperspirale, die Ziffer 1 für das Pflanzenreich, die Ziffer 2 für das Tierreich, die Ziffer 3 für das wahre Menschenreich, die Ziffer 4 für das Weisheitsreich, die Ziffer 5 für die göttliche Welt und die Ziffer 6 für das Gedächtnis- oder Seligkeitsreich mit dem Mineralreich. Die Erde befindet sich in ihrer Entwicklung an dem Punkt E.3.2. Das bedeutet: Sie gehört zur Himmelskörperspirale (E), ist ein Wesen des wahren Menschenreiches (3) und ist in dem Kreislauf ihrer Daseinsebene noch im Tierreich (2). Wenn sich unsere Erde jetzt an dem Punkt des Übergangs vom Tierreich zum wahren Menschenreich befindet, dann müssen sich auch die zu ihr gehörenden Naturreiche und geistigen Reiche innerhalb der Spirale ihrer Daseinsebene an dem selben Punkt befinden. Das heißt: Die Pflanzen müssen sich an dem Punkt D.1.2 befinden. Das bedeutet: Sie gehören zur zwischenkosmischen Spirale (D), sind Pflanzen (1) und durchlaufen innerhalb des Pflanzenreiches einen Kreislauf von 1 bis 6. In diesem Kreislauf befinden sie sich im Tierreich am Übergang zum wahren Menschenreich (2). Wie können wir uns das vorstellen? - Wie im Jahreskreislauf das Kreislaufprinzip nicht als Pflanzenreich, Tierreich, Menschenreich usw. erscheint, sondern als Sommer, Winter und als Übergangsformen zwischen Sommer und Winter, so durchläuft auch das Pflanzenreich in seinem Kreislauf andere Formen, die aber eine innere Verwandtschaft mit den sechs Daseinsebenen haben. Wir wissen zum Beispiel, dass sich zur Zeit der Dinosaurier auch das Pflanzenreich noch auf einer niedrigeren Stufe befand. In gleicher Weise müssen sich die Tiere jetzt an dem Punkt D.2.2 befinden, kurz vor dem Übergang zu D.2.3. Das würde erklären, warum auch bei den Tieren Homosexualität auftritt. Wenn die Tiere bei D.2.3 angekommen sind werden sie sich weiter entwickelt haben, wie sie sich während der bisherigen Evolution auch immer weiter entwickelt haben. In der Tierwelt wird dann etwas von dem wahren Menschenreich aufscheinen. Martinus sagt, dass dann “auch alle giftigen oder gefährlichen Tiere zu jener Zeit nicht mehr da sein werden“ (LB1, Stück 48). In dem aus Martinus’ Nachlass veröffentlichten Buch Den intellektualiserede kristendom lesen wir in Kapitel 4, Ziffer 91: Wir werden in den kosmischen Analysen sehen, wie sowohl der Mensch als auch das Tier von dem tötenden Prinzip abkommen, wenn der Mensch dahin kommt, der wahre Mensch als Abbild Gottes zu sein und die Wesen damit das Himmelreich auf Erden bilden. Dann werden die jetzigen giftigen Tierarten auf der Erde ausgestorben sein. Ein Tier, das vom tötenden Prinzip abgekommen ist, befindet sich aber nicht mehr im Tierreich und muss in einer völlig verwandelten Welt leben. Es ist nicht mehr Tier im Tierreich (D.2.2), sondern Tier im Menschenreich (D.2.3). Leider hat Martinus die in dem obigen Zitat angekündigten kosmischen Analysen nicht mehr ausgeführt, so dass wir nicht wissen, wie dieser Zustand der Tiere dann beschaffen sein wird. Widerspricht diese Auffassung nicht anderen Aussagen von Martinus, aus denen doch klar hervorgeht, dass der große kosmische Spiralkreislauf durch die sechs Daseinsebenen geht, die in sich nicht nochmals einen Spiralkreislauf bilden? Sie widerspricht dem nicht, wenn wir davon ausgehen, dass Martinus den Kreislauf von D.3.1 bis D.3.6 beschrieben hat und nicht den Kreislauf von D.1 bis D.6. Wir müssen berücksichtigen, dass Martinus seine Kosmologie dem modernen, materialistisch geprägten Menschen vermitteln musste. Seine Erklärung musste an die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse anknüpfen können. Das war aber nur dadurch möglich, dass er den Kreislauf von D.3.1 bis D3.6 beschrieb und nicht die sechs Kreisläufe von D.1.1 bis D.6.6. Der Kreislauf des Menschen innerhalb seiner Daseinsebene Nur der gegenwärtige Mensch ist wahrer Mensch in seinem Embryonalzustand, nicht das Tier. Das muss erst alle sechs Zonen des Kreislaufs durchlaufen haben, ehe es in einem neuen Kreislauf mit der menschlichen Entwicklung beginnen kann. Der Mensch begann seine Erdenentwicklung als Mensch im Pflanzenreich (D.3.1) und entwickelte sich dann weiter zum Menschen im Tierreich (D.3.2). Der Mensch im Pflanzenreich wird in der Bibel als Adam vor der Erschaffung Evas beschrieben. Mit der Erschaffung Evas begann die Entwicklung des einpoligen Tiermenschen, der zunächst die reine Tierwelt repetierte. In der Zeit lebten Adam und Eva noch glücklich im Paradies. Als der Gegenpol in ihnen erwachte, also in Adam der weibliche Pol und in Eva der männliche Pol, wurden sie dann aus dem Paradies vertrieben. Wie können wir uns Adam als Pflanzenmensch (D.3.1) vorstellen? Dazu finden wir eine Aussage im Livets Bog 6, Ziffer 2107, wo Gott dem Gottessohn die Erdentwicklung schildert. Sie schließt mit den Worten: Mit dieser Auslösung aus der Strahlenflut meines Geistes schuf ich die Lebensepoche, in der du aus einer höheren Welt als das schlafende Lichtwesen auf die physische Ebene kamst, das du in deiner Bibel unter dem Begriff ,Adam‘ kennen gelernt hast. Im Livets Bog 4, Stück 1189 lesen wir: Adam ist also hier der Mensch in seinem Pflanzenstadium. Dieses Stadium ist Adams tierfer Schlaf. Es gibt noch andere Aussagen von Martinus, aus denen sich ergibt, dass der Mensch sich nicht aus dem gegenwärtigen Tierreich entwickelte, sondern aus einer anderen Evolution stammt. Er sagt nämlich in Livets Bog 7, Ziffer 2484: Ehe die Polverwandlulng begann, waren alle Erdenmenschen ohne Ausnahme Tiere in Reinkultur, obwohl sie eine andere Tierart oder Rasse waren als die Wesen, die wir heute ”Tiere” nennen. Da die Affen zu den Wesen gehören, die wir “Tiere“ nennen, kann sich der Mensch nicht aus den Affen entwickelt haben. Er kann sich aber in Affenkörpern inkarniert haben und diese allmählich verwandelt haben. Martinus sagt, dass der Mensch eine „Umschöpfung aus dem Tierreich“ ist, keine direkte Fortsetzung des Tieres. Wir lesen im dem Buch Logik, 18. Kapitel: Dass die Schöpfung des Menschen eine ,Umschöpfung’ ist, drückt ja die Bibel selber mit den Worten aus: „Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und er blies ihm ein den Odem des Lebens in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.“ Aber was ist ,Erde’ und was ist ,der Odem des Lebens’? Ist das nicht die Grundanalyse von allem, was es schon vorher gab? – Ist nicht ,die Erde’ dasselbe wie ,die Stoffe’, wie ,die Materialien’, ,die Chemikalien’, ,das Fleisch’ und ,das Blut’ oder ,die Tiere’? (. . .) Dieses Material bestand ausschließlich aus den auf der Erde vorher existierenden Tieren’. (. . .) Die Entstehung des Menschen ist daher eine ,Umschöpfung’ aus dem ’Tier’. Da die Menschen aber – siehe obiges Zitat –, ehe die Polverwandlung begann, eine andere Tierart oder Rasse waren als die Wesen, die wir heute Tiere nennen, muss sich diese „Umschöpfung“ auf eine Tierentwicklung außerhalb der Erde beziehen, auf der sie – wie die heutigen Tiere – einen vollen Kreislauf als Tiere durchlaufen haben. Obwohl Martinus den gegenwärtigen Menschen als das am höchsten entwickelte Tier bezeichnet, gehört er einem anderen Reich an als das Tier, denn er wird in relativ naher Zukunft zum wahren Menschenreich übergehen. Die Tiere gehören zu einem anderen Entwicklungszyklus und (...) werden niemals Erdenmenschen mit derselben Form wie die jetzt lebenden Erdenmenschen werden, da auch diese Form zu jener Zeit verschwunden und durch neue und schönere Körperformen abgelöst wird (Livets Bog 1, Ziffer 286) Nur der gegenwärtige Mensch ist wahrer Mensch in seinem Embryonalzustand, nicht das Tier. Das muss erst alle sechs Zonen des Kreislaufs durchlaufen haben, ehe es in einem neuen Kreislauf zum Menschen umgeschaffen wird. |
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